Die neue Welt der Automobilindustrie - Aufbruch mit Teilnehmerrekord

Der Kongress „ELIV 2015“ lockte vom 14.-15. Oktober 2015 mehr als 1.600 Teilnehmer und über 120 ausstellende Unternehmen nach Baden-Baden und wurde damit zum erfolgreichsten Kongress seiner über 30-jährigen Geschichte. Im Kongresshaus Baden-Baden konnten sich die Teilnehmer an 2 Tagen in 78 Beiträgen sowie in der Fachausstellung umfangreich über die neuesten Trends der Elektronik im Fahrzeug informieren. Im Vordergrund standen dabei die drei Megatrends Elektromobilität, Automatisiertes Fahren und Connected Car. Enabler Technologien wie z.B. Bordnetz, Software und Tools rundeten das Programm ab.

 

Auch in diesem Jahr wurden wieder die drei besten Jungvortragenden mit dem Auto Electronic Excellence Award gekürt.

1. Platz
Social Navigation – Ein Ansatz zur Integration von Social Media in einer IVI-Navigation
Dr.-Ing. Stefan Döbrich, TechniSat Digital GmbH, Dresden

2. Platz
Holistische Simulationsumgebung am Integrations-HiL zur effizienten Absicherung der hochvernetzten Funktion elektrischer Restreichweite unter Einfluss der Umgebungstemperatur
Dipl.-Ing. (FH) Robert Buchta, Volkswagen AG, Wolfsburg

3. Platz
Mit Sicherheit vom Sensor zum Aktuator
Dipl.-Ing. Alina Maria Rota, Sc. Autoliv Romania SRL, Timisoara, Rumänien

 


In seinem Begrüßungsvortrag am Morgen des ersten Kongresstages führte Uwe Michael, Porsche, Programmausschussvorsitzender, die Teilnehmer thematisch in den Kongress ein und wies auch auf Modernisierungen rund um den Kongress hin. Größte Neuerung dabei war vor allen Dingen die ELIV App, die den Teilnehmern und Aussteller zur individuellen Planung ihrer Kongresstage sowie zum Networken diente. Auch Informationen über Aussteller, deren Produkte und Platzierungen konnten mit einem ‚Touch‘ angezeigt werden.

ELIV 2015 – Trendthemen im Fokus

Ob induktiv oder direkt, ob mit bis zu 800 Volt Gleichstrom oder mit Wechselstrom, eine Aussage zog sich auf der ELIV durch alle Vorträge zum Megatrend Elektromobiliät: „Die Ladezeiten der Batterie werden zukünftig deutlich kürzer“. Bei der Zellen-Technologie repräsentiert die Lithium-Ionen-Batterie noch einige Jahre den Stand der Technik. Zudem werden Preise, Gewicht und Volumen der Batterien sinken, sowie der CO2-Ausstoß kurzfristig durch die 48-Volt-Technik reduziert.

Automatisiertes Fahren und Car2X-Kommunikation ist für die Automobilhersteller und Zulieferer ein breites Feld. Es bietet aber neben entlastendem Komfort den Insassen auch noch mehr Sicherheit. Der Parkassistent ist mit eigenständigem, trainiertem und fernbedienten Parken ein erster Schritt. Die hochgenaue Positionierung unter einem Meter, z.B. im Innenbereich von Parkhäusern, wird durch Funklandmarken unterstützt. Sensoren wie Stereokameras, Radar, Lidar sowie Spurmarkierungen und Objektdaten liefern die Datenbasis für das automatisierte Fahren.

Mit Connected Car werden neue Geschäftsmodelle erschlossen. In diesem Bereich werden zum Beispiel mit Google und Apple neue Teilnehmer in den Automobilmarkt eintreten. Die Smartphone- und App-Anbindung im Fahrzeug muss sämtlichen Ansprüchen der Qualität, Sicherheit und Kosten gerecht werden. Es zeigt sich ein gegenseitiger Nutzen von Fahrerassistenzsystemen und online angereicherten Straßenkarten. Genauigkeit, Sicherheit und Komfort sind dabei wichtig. Die angesprochene Digitalisierung des Geschäfts bringt den Fokus auf präzise Daten, Softwareupdates, Datensicherheit und Datenverteilung.

Neben Software und einer entsprechenden Bordnetz-Architekturen wurde auch die Lichttechnik in Baden-Baden intensiv thematisiert. Für vernetztes und automatisiertes Fahren sind gute Lichtverhältnisse eine wesentliche Voraussetzung – besonders unter Sicherheitsaspekten. Mit neuen Halbleiter-Lichtquellen wie OLED und Laser lassen sich die Lichtverteilung und Beleuchtungsstärke optimal anpassen und mikromechanische Matrixlaser schaffen eine hochvariable Fahrbahnbeleuchtung. Der Vorteil von LEDs ist nicht nur die Energieeinsparung. Hochauflösende LED-Pixel zeigen hohe Energieeffizienz und über das Scannen von Laserstrahlen lassen sich adaptive Scheinwerfersysteme entwickeln, die nicht nur Komfort-, sondern auch Sicherheitsaspekten gerecht werden.

 

ELIV goes Bonn – World Conference Center Bonn mit mehr Kapazitäten und Möglichkeiten

Die Community der Fahrzeugelektronik wird immer größer: Durch z.B. die Einbeziehung von Apps oder Internet ins Fahrzeug wächst auch die Zahl der Industriezweige, die sich mit dem Thema Elektronik im Fahrzeug befassen.

Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, wird die ELIV ihre bisherige ‚Heimat‘ Baden-Baden verlassen und nach Bonn ziehen. Dort steht das erst in diesem Jahr fertig gestellte World Conference Center Bonn. Neben den UN Kongressen wird dann mit der ELIV ein weiterer Großkongress in die Räumlichkeiten Einzug halten.

Das WCC bietet Platz für bis zu 5.000 Teilnehmer und deutlich mehr Platz für die Ausstellung. Zudem ist es auch sehr gut angebunden: u.a. ermöglichen die Flughäfen in unmittelbarer Nähe (Düsseldorf, Köln) sowie die ICE-Station Siegburg/Bonn eine angenehme Anreise.

 

 


Partner

Die VDI Gesellschaft Fahrzeug- und Verkehrstechnik (VDI-FVT) versteht sich als aktives Netzwerk von Ingenieuren und Wirtschaftsingenieuren aus dem Bereich Fahrzeugtechnik, Verkehrstechnik und Mobilität. In Fachausschüssen und Arbeits-kreisen auf nationaler und internationaler Ebene werden aktuelle Fragestellungen bearbeitet und umgesetzt.

Nähere Informationen zur Fachgesellschaft finden Sie unter: www.vdi.de/fvt

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Dipl. Ing (FH) Timur Pulathaneli, Ford-Werke GmbH, Cologne

 

 

 

WO

Kongresshaus Baden-Baden
14.–15. Oktober 2015

PREISE

Teilnahmegebühr
1.490,00 EUR zzgl. MwSt.

Teilnahmegebühr VDI-Mitglied
1.390,00 EUR zzgl. MwSt.

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